Robla Solo Mil nach jedem Schießen: Laufreinigung genau so, wie wir’s machen
Nach dem Schießen ist der Kopf oft noch im Training – der Körper will heim, die Waffe soll „später“ dran sein. Genau da entstehen die klassischen Probleme: Rückstände bleiben drin, Feuchtigkeit kommt dazu, und beim nächsten Termin wundert man sich über Ausreißer, Flugrost oder ein System, das plötzlich zickig wird. Unsere Lösung ist simpel und seit Jahren konstant: Wir reinigen den Lauf nach jeder Session chemisch mit Robla Solo Mil – kurz, kontrolliert, reproduzierbar.
Warum wir das so machen
- Konstanz: Wir wollen einen möglichst gleichbleibenden Laufzustand – nicht jedes Mal „mal so, mal so“.
- Rückstände raus: Kupfer-/Tombak- und andere Ablagerungen können Präzision beeinflussen. Wir nehmen das ernst.
- Klima & Kondenswasser: Temperaturwechsel (kalt/warm) plus Case/Koffer ist im deutschsprachigen Raum Alltag – und ein Risiko, wenn man’s ignoriert.
Was du brauchst
- Putzstock (passend zur Lauflänge, sauber, gerade geführt)
- Robla Solo Mil (chemischer Laufreiniger)
- Filze (aktuell unsere Standardlösung – 1–2 Filze pro Durchgang)
- Dummy-Verschluss / Bore Guide (bei Repetierern als Einführhilfe und Schutz, damit keine Chemie zum Abzug läuft)
- GunCer (für die Konservierung im Lauf)
- Optiktuch + bei Bedarf Optikreiniger
- Trockene Putztücher (z. B. aus einer Spendebox, je nach Oberfläche mit geeignetem Reiniger)
- Ölbürste fürs Patronenlager
Schritt-für-Schritt: Laufreinigung mit Robla Solo Mil
- Sicherheitscheck. Waffe entladen, visuell & haptisch kontrollieren. Keine Munition am Tisch.
- Schutz einsetzen (bei Repetierern). Dummy-Verschluss / Bore Guide einsetzen. Das führt den Putzstock sauber und verhindert, dass Chemie in Richtung Abzug läuft.
- Filz(e) aufschrauben. Wir nutzen aktuell Filze: 1–2 Filze pro Durchgang, je nach Kaliber und Laufzustand.
-
Robla Solo Mil auftragen.
Filz(e) mit Robla Solo Mil tränken (nicht fluten, aber sauber benetzen) und durch den Lauf arbeiten.
Vor- und Zurückbewegung ist in dieser Methode okay. - 2–5 Minuten wirken lassen. Timer stellen. Kein „ich mach kurz was anderes und vergess es“.
- Trocken nacharbeiten. Danach mit frischen, trockenen Filzen arbeiten, bis die Filze sauber bleiben.
- Kontrollgang. Vor dem nächsten Schießen kannst du das gleiche Prinzip nutzen: Wenn am Filz außer Ölfilm noch Partikel/Schmutz hängen bleiben, war’s nicht gründlich genug.
Konservierung im Lauf (GunCer)
Ist die chemische Reinigung abgeschlossen, kommt die Konservierung: ein paar Tropfen GunCer auf den Filz und einmal sauber durchziehen. Ziel ist ein Schutzfilm im Lauf – Korrosion vermeiden, gerade wenn die Waffe gelagert wird oder Temperaturwechsel anstehen.
Vor dem nächsten Schießen: Lauf entölen
Nach Möglichkeit wird der Lauf vor dem Schießen entölt. Ein „Ölschuss“ ist nicht automatisch dramatisch, kann aber die Präzision spürbar beeinflussen. Bei uns ist das simpel gelöst: ein trockener Filz/Patch, bis nur noch ein minimaler Film – oder gar nichts – kommt.
Patronenlager, Optik, Außenflächen
Patronenlager
Öl im Patronenlager wird in dieser Methode nicht als großes Drama gesehen. Das Patronenlager reinigen wir mit einer Ölbürste – sauber, kontrolliert, ohne Übertreibung.
Optik
Optikpflege bleibt simpel: Optiktuch, bei Bedarf ein geeigneter Optikreiniger. Keine Experimente mit groben Tüchern oder „irgendwas, was gerade da ist“.
Oberflächen
Für Flächen nutzen wir trockene Putztücher (Spendebox-Prinzip). Je nach Material kann man ein passendes Reinigungsmittel nutzen (z. B. Kunststoffreiniger für Kunststoffteile). Das Ziel ist nicht Hochglanz – sondern sauber, griffig, kontrolliert.
Orga-Tipp, der wirklich Zeit spart
Bürstenaufsätze kaliberspezifisch direkt am Putzstock „parken“: Plastikröhrchen + Tape – damit ist alles sofort zur Hand und du suchst nicht erst das halbe Set zusammen.
Typische Fehler (kurz & ehrlich)
- Einwirkzeit überziehen: „Wirkt besser“ ist hier ein Trugschluss.
- Unterbrechen und liegen lassen: Reiniger drin, Telefon klingelt, Ende offen – genau so fängt Ärger an.
- Zu viel Mittel: Du brauchst Wirkung, nicht ein Chemiebad.
- Ohne Führung arbeiten: Gerade bei Repetierern ist der Bore Guide/Dummy-Verschluss kein Luxus.
- Konservieren und dann „vergessen“: Vor dem Schießen den Lauf wieder entölen, sonst wird’s unnötig inkonstant.
Zum Schluss
Das ist keine Religion und kein Internet-Streit. Das ist eine Routine, die bei uns funktioniert: Robla Solo Mil nach jedem Schießen, kurz einwirken lassen, sauber rausarbeiten, konservieren – und vor dem nächsten Termin wieder entölen. Wer so arbeitet, bekommt in der Praxis häufig genau das, was man will: Ruhe im System und Konstanz am Ziel.
Wenn du willst, schauen wir uns deine Waffe und deinen Rhythmus an (Sport/Jagd/Dienst) und bauen dir das Ganze so, dass es in 10–15 Minuten erledigt ist – ohne Fläschchen-Zirkus.
FAQ
Warum genau 2–5 Minuten Einwirkzeit?
Weil das Mittel schnell wirkt und weil längeres Einwirken nicht automatisch „besser“ ist. Entscheidend ist: kontrolliert arbeiten, Timer nutzen, danach sauber trocken nacharbeiten.
Muss ich nach jeder Session wirklich chemisch reinigen?
Wir machen es so, weil wir damit Konstanz bekommen und Rückstände nicht „mitnehmen“. Wenn du anders arbeitest, dann wenigstens konsequent – und mit sauberem Korrosionsschutz bei Lagerung/Temperaturwechsel.
Warum konservieren und dann wieder entölen?
Konservierung schützt vor Korrosion, besonders bei Lagerung und Klimawechseln. Vor dem Schießen entölen wir, weil Öl im Lauf die Präzision beeinflussen kann und wir reproduzierbare Bedingungen wollen.
Ist Öl im Patronenlager ein Problem?
In dieser Vorgehensweise wird Öl im Patronenlager nicht als kritisch betrachtet. Das Patronenlager reinigen wir mit einer Ölbürste – sauber, ohne zu übertreiben.
Was ist bei Repetierern besonders wichtig?
Bore Guide/Dummy-Verschluss nutzen. Der Putzstock läuft sauber geführt, und vor allem gelangt k